Die Anfangsjahre
Da die Gründer dem Internet per se als Geschäftsmodell noch nicht trauten, hielten sie es mit dem Zusatz „Multimedia“ zunächst allgemein. So hieß die spätere Online-Marketing-Agentur anfangs „jaron Multimedia GmbH“. Doch schnell wurde klar, dass der Kanal Internet das alles beherrschende Medium werden würde, und so spezialisierte jaron sich schon 1998 ausschließlich auf dieses moderne und rasant wachsende Kommunikationsinstrument. Diese Spezialisierung dokumentiere 1999 die Namensänderung in „jaron Internet GmbH“. Kernkompetenzen lagen von Anfang an im Bereich Vertrieb und Marketing.
Das Konzept war denkbar einfach, aber in jenen Zeiten trotzdem visionär: Das Internet wird zum strategischen Vertriebskanal eines jeden Unternehmens werden. Hierfür braucht es Strategieberatung, Konzepte und Realisation. Nur wenige Startups positionierten sich damals in diesem Bereich, denn der Markt war klein. Die Unternehmen fingen mit einem einfachen Internetauftritt an.
Allein Intershop war mit seiner Shop-Lösung allen weit voraus. Aber es mangelte nicht an Nachahmern. Es waren die „Boom-Jahre“, eine Art Goldgräberstimmung. Die Börsen und Aktienwerte explodierten, junge Unternehmensgründer wurden innerhalb weniger Monate zu Multimillionären – zumindest auf dem Papier.
Die jaron Story:
Die Anfangsjahre
Das Geschäft mit Online-Werbung und dem Online-Vertrieb war, gemessen am aktuellen Stand, trotz Boom noch sehr klein. Es gab nur wenig Kunden, die dazu bereit waren, viel Budget für Online-Marketing bereitzustellen. Kaum einer hatte Verständnis dafür, dass eine Webseite alleine nicht reicht, um im weltweiten Web gefunden zu werden und Kunden zu gewinnen.
Große Webportale mit viel Reichweite wie T-Online verlangten horrende Preise, wollte man sein Banner 1000 Mal auf deren Portalseiten sehen. jaron konzentrierte sich vorläufig noch auf Suchmaschinenoptimierung (SEO). Die Zahl der Suchmaschinen war damals enorm. Ganz weit vorne in den Suchergebnissen gefunden zu werden, war ein drängendes Bedürfnis vieler Unternehmen. Die Nachfrage war ausreichend groß, um sechs Mitarbeiter zu beschäftigen und weiter zu wachsen.
In der Folge fragten viele Kunden nach erfolgsabhängigen Vergütungsmodellen. Keiner war dazu bereit, allein für Ad-Impressions oder Marketingleistungen zu bezahlen, die nicht messbar und transparent waren.
Die Leistung der Online-Marketing-Agentur und der Werbeerfolg mussten also messbar sein. In den USA gab es einige interessante Ansätze: Amazon übte sich mit einem Partnerprogramm, die Firma Befree betrieb eine Plattform für Werbeerfolgsmessung.
Eine geeignete Software musste also konzipiert werden, mit der man messen konnte, an welcher Position eine Webseite für welchen Begriff in den Suchmaschinen stand. Heute nennt man diese Kennzahl Popularität oder Page Rank. Wie viel Traffic bzw. Besucher mehr bringt eine Steigerung der Popularität und was machen diese Besucher? Wie viele Besucher kaufen online Produkte und wie viele brechen einfach ab? Das waren die Fragen zahlreicher Unternehmen, die sich in einer starken Nachfrage im Markt abbildeten. Weiterlesen...